Übersicht über Schadstoffe und Grenzwerte

Allgemeines zu Grenzwerten

Die Darstellung von Messwerten gegenüber den dazugehörigen Grenzwerten der jeweiligen Schadstoffe ist teilweise schwierig, da das Gefahrenpotenzial der meisten Schadstoffe vor allem von der Expositionslänge und der körperlichen Verfassung des Einzelnen abhängig. So ist beispielweise ein längerer Aufenthalt bei erhöhten Ozonwerten für einen gesunden Menschen unproblematisch, während Kinder, Senioren oder Menschen mit asthmatischen Erkrankungen bereits bei viel geringeren Konzentrationen den Aufenthalt im Freien meiden sollten.

Für Feinstaub PM10 etwa dürfen 50 Mikrogramm pro Kubikmeter im Tagesmittel nur an höchstens 35 Tagen im Jahr überschritten werden, so dass genaugenommen im Januar eines Jahres noch gar keine kritischen Messwerte angezeigt werden dürften. Natürlich ist der im Januar eingeatmete Feinstaub ebenso gefährlich wie im Sommer.

Auf dieser Webseite werden die Messwerte darum anhand des Luftqualitätsindex’ LQI bewertet. Abhängig von der jeweiligen Konzentration eines Schadstoffs wird eine Bewertung von 1 bis 6 vergeben, die sich an dem aus der Schule bekannten Notensystem orientiert. Der Luftqualitätindex eines bestimmten Ortes ergibt sich wiederum aus der schlechtesten Bewertung aller an diesem Ort gemessenen Schadstoffe.

Feinstaub PM10

Feinstaub entsteht unter anderem beim Betrieb von Kraftfahrzeugen, beispielsweise bei der Verbrennung von Kraftstoffen oder als Abrieb von Bremsen, Reifen oder Kupplungen. Seit einigen Jahren steigt die Feinstaubbelastung in Wohn- und insbesondere in Neubaugebieten deutlich an, da das Befeuern von Hausöfen wieder in Mode gekommen ist. Feinstaubpartikel können je nach Größe in die Nasenhöhle, in die Lungenbläßchen oder gar in den Blutkreislauf eindringen. Dort erhöhen sie das Thrombose- und Plaquerisiko in Blutgefäßen und stehen im Verdacht, die Entstehung von Alzheimer zu begünstigen.

Symbol LQI Bedeutung Grenzwert
1 sehr gut 10 µg/m3
2 gut 20 µg/m3
⚠️ 3 befriedigend 35 µg/m3
⚠️ 4 unbefriedigend 50 µg/m3
5 schlecht 100 µg/m3
6 sehr schlecht über 100 µg/m3

Stickstoffdioxid NO2

Stickoxide entstehen bei der Verbennung von Öl, Kohle und Holz. Insbesondere das im Straßenverkehr emittierte Stickstoffdioxid verursacht Reizungen der Augen und der Atemwege. Es begünstigt Entzündungen und kann somit eine Vielzahl verschiedener Erkrankungen begünstigen, etwa Atemwegsinfektionen, Verminderung der Lungenfunktion oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Symbol LQI Bedeutung Grenzwert
1 sehr gut 25 µg/m3
2 gut 50 µg/m3
⚠️ 3 befriedigend 100 µg/m3
⚠️ 4 unbefriedigend 200 µg/m3
5 schlecht 500 µg/m3
6 sehr schlecht über 500 µg/m3

Schwefeldioxid SO2

Bei der Verbrennung von fossilen Energieträgern entsteht Schwefeldioxid bei der Oxidation des in Erdöl und Kohle enthaltenen Schwefels. Es führt zu Reizungen der Augen und der Atemwege.

Symbol LQI Bedeutung Grenzwert
1 sehr gut 25 µg/m3
2 gut 50 µg/m3
⚠️ 3 befriedigend 120 µg/m3
⚠️ 4 unbefriedigend 350 µg/m3
5 schlecht 1.000 µg/m3
6 sehr schlecht über 1.000 µg/m3

Kohlenmonoxid CO

Kohlenmonoxid ist ein farb- und geruchsloses, aber hochgiftiges Gas, das bei unvollständiger Verbrennung entsteht. Es unterbindet den Sauerstofftransport im Blut und führt bei höheren Konzentrationen nach kürzester Zeit zum Tod.

Symbol LQI Bedeutung Grenzwert
1 sehr gut 1.000 µg/m3
2 gut 2.000 µg/m3
⚠️ 3 befriedigend 4.000 µg/m3
⚠️ 4 unbefriedigend 10.000 µg/m3
5 schlecht 30.000 µg/m3
6 sehr schlecht über 30.000 µg/m3

Ozon O3

Bodennahes Ozon reizt Augen und Atemwege und die Leistungsfähigkeit des menschlichen Körpers verringern. Insbesondere an warmen Sommerabenden ist mit hohen Ozonkonzentrationen zu rechnen, während denen im Interesse der Gesundheit auf sportliche Aktivitäten oder gar den Aufenthalt im Freien verzichtet werden sollte.

Symbol LQI Bedeutung Grenzwert
1 sehr gut 33 µg/m3
2 gut 65 µg/m3
⚠️ 3 befriedigend 120 µg/m3
⚠️ 4 unbefriedigend 180 µg/m3
5 schlecht 240 µg/m3
6 sehr schlecht über 240 µg/m3